Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e. V.
Newsletter 11/2025

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wir weisen bereits lange darauf hin; der Sanierungsstau in Bochumer Wohnungen ist ein großes Problem. In den vergangenen Wochen haben wir uns nicht nur mit den bekannten Problemen bei einigen Privatvermietern und im Uni-Center beschäftigen müssen. Es kamen weitere Fälle hinzu.

Ein städtisches Gebäude in Langendreer, bekannt als Villa Kunterbunt, das teilweise vermietet und teilweise besetzt ist, sollte Anfang November wegen akuter Gefahren geräumt werden. Hier hatte auch die Stadt leider die nötigen Sanierungen lange Zeit unterlassen. Aktuell droht 17 Menschen der Verlust der Wohnung. Die Bewohner:innen haben jetzt selbst Hand angelegt, um die Gefahren zu beheben und damit die Unbewohnbarkeit des Hauses zu verhindern. In Kürze könnte vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschieden werden, ob diese Arbeiten reichen. 

In einem Gebäude der Peach Property an der Girondelle in Bochum-Steinkuhl beklagen Mieter:innen seit längerer Zeit Schimmel und Feuchtigkeitsprobleme. Jetzt ist bereits seit September zusätzlich die Heizung ausgefallen. Auf Anschreiben reagiert die vermietende Firma nicht. Die Wohnungsaufsicht ist inzwischen eingeschaltet. 

Solche Probleme mit Sanierungsstau bedeuten nicht nur für den Mieterverein mehr Arbeit, sondern auch für die städtische Wohnungsaufsicht. Diese ist bislang mit recht wenigen Personalstellen ausgestattet. Daher ist die Stärkung der Wohnungsaufsicht auch einer der aktuellen Forderungen des Mietervereins an die Ratspolitik der nächsten Jahre. 

Ich muss unsere Mitglieder noch in eigener Sache informieren. Der Mieterverein muss die Mitgliedsbeiträge leicht erhöhen. Dieser Schritt ist notwendig, um die allgemeinen Kostensteigerungen aufzufangen und den Anforderungen an Personalkosten gerecht zu werden. Die Beiträge werden daher in allen Beitragsklassen ab 01.01.2026 um 0,50 € pro Monat angehoben. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Informatives Lesen wünscht Ihnen
Martin Krämer
Pressesprecher Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend

Termine

Veranstaltung am 26.11.: Schimmel in der Wohnung – was nun?

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. Mieterinnen und Mieter sind dann häufiger mit Problemen durch gesundheitsgefährdenden Schimmel in Mietwohnungen insbesondere infolge von Instandhaltungsstau konfrontiert. Daher laden die Energieberatung der Verbraucherzentrale und der Mieterverein zu einer Infoveranstaltung zum Thema Schimmel ein. Stephanie Kallendrusch, Energieberaterin der Verbraucherzentrale NRW in Bochum erläutert, wie Schimmel entsteht, wie man ihn erkennt und fachgerecht beseitigt. Sie erhalten praxisnahe Tipps zur Vorbeugung, nützliche Hinweise für den Schadensfall sowie Informationen zu geeigneten Anlaufstellen. 

Wann? Mittwoch, 26. November, 19 Uhr
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o? Bochumer Geschäftsstelle des Mietervereins (Brückstraße 58)

Die komplette Einladung lesen Sie hier


Kommunale Wohnungspolitik:

Mietpreisbremse bis 2029 verlängert – doch Bochum bleibt außen vor!

Die Landesregierung hat die Mietpreisbremse, die ansonsten Ende des Jahres ausgelaufen wäre, bis Ende 2029 verlängert. Dies war möglich geworden, nachdem die Bundesregierung die Verlängerung auf Bundesebene im Juli beschlossen hatte. „Das sind gute Nachrichten für die Mieterinnen und Mieter in NRW – ein Wegfall der Mietpreisbremse hätte bedeutet, dass die Neuvertragsmieten noch stärker als ohnehin schon angestiegen wären“, so Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes Nordrhein-Westfalen (DMB NRW).

Mietertipps:

Heizperiode gestartet: Rechte und Pflichten in der kalten Jahreszeit

Seit dem 1. Oktober läuft die so genannte Heizperiode. Vermietende müssen die Heizung im Haus in Betrieb nehmen. Nach Darstellung des Deutschen Mieterbundes (DMB) muss die Heizung so eingestellt sein, dass die Wohnung mindesten 20 bis 22 Grad Celsius warm wird. Diese Mindesttemperaturen gelten für die Zeit von 6 bis 24 Uhr, nachts kann die Temperatur auf etwa 18 Grad abgesenkt werden.    

Wohnungspolitik im Bund:

Deutscher Mieterbund: Wohnungskrise erreicht Mitte der Gesellschaft

Der Deutsche Mieterbund (DMB) stellt Mitte November in der Bundespressekonferenz den Mietenreport 2025 vor, der die Entwicklung der Wohnungsmärkte in Deutschland dokumentiert. Im Mietenreport wird die Wohnsituation von Mieter:innen in Deutschland umfassend und anhand der folgenden Fragen untersucht: In welchem Ausmaß fehlt guter und bezahlbarer Wohnraum, welche Sorgen haben Mieter:innen, wer ist besonders durch seine Wohnkosten belastet, wie stellen sich die aktuellen Wohnverhältnisse dar und welche politischen Lösungen braucht es, um bezahlbares Wohnen sicherzustellen?
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