wir weisen bereits lange darauf hin; der
Sanierungsstau in Bochumer Wohnungen ist ein großes Problem. In den vergangenen Wochen haben wir uns nicht nur mit den bekannten Problemen bei einigen Privatvermietern und im Uni-Center beschäftigen müssen. Es kamen weitere Fälle hinzu.
Ein städtisches Gebäude in Langendreer, bekannt als
Villa Kunterbunt, das teilweise vermietet und teilweise besetzt ist, sollte Anfang November wegen akuter Gefahren geräumt werden. Hier hatte auch die Stadt leider die nötigen Sanierungen lange Zeit unterlassen. Aktuell droht
17 Menschen der Verlust der Wohnung. Die Bewohner:innen haben jetzt selbst Hand angelegt, um die Gefahren zu beheben und damit die Unbewohnbarkeit des Hauses zu verhindern. In Kürze könnte vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschieden werden, ob diese Arbeiten reichen.
In einem Gebäude der
Peach Property an der Girondelle in Bochum-Steinkuhl beklagen Mieter:innen seit längerer Zeit Schimmel und Feuchtigkeitsprobleme. Jetzt ist bereits seit September zusätzlich die Heizung ausgefallen. Auf Anschreiben reagiert die vermietende Firma nicht. Die Wohnungsaufsicht ist inzwischen eingeschaltet.
Solche Probleme mit Sanierungsstau bedeuten nicht nur für den Mieterverein mehr Arbeit, sondern auch für die städtische Wohnungsaufsicht. Diese ist bislang mit recht wenigen Personalstellen ausgestattet. Daher ist die Stärkung der Wohnungsaufsicht auch einer der aktuellen
Forderungen des Mietervereins an die Ratspolitik der nächsten Jahre.
Ich muss unsere Mitglieder noch in eigener Sache informieren. Der Mieterverein muss die
Mitgliedsbeiträge leicht erhöhen. Dieser Schritt ist notwendig, um die allgemeinen Kostensteigerungen aufzufangen und den Anforderungen an Personalkosten gerecht zu werden. Die Beiträge werden daher in allen Beitragsklassen ab 01.01.2026 um 0,50 € pro Monat angehoben. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Informatives Lesen wünscht Ihnen
Martin Krämer
Pressesprecher Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend