es hat geklappt! Wir hatten Anfang März eine Woche geschlossen, um eine modernere Software zu installieren. Jetzt läuft sie im Mietervereinsalltag. Unsere Abläufe sollten jetzt schneller werden. Ein besonderer Dank geht an unsere Mitglieder für ihre Geduld.
Wenig Freude hingegen machen uns die aktuell steigenden Energiekosten für Öl und Gas infolge des Iran-Krieges. Sie zeigen noch einmal die Gefahren durch die Abhängigkeit von zu importierenden fossilen Energieträgern. Schon ohne besondere Krisen gehen Studien von einer Vervielfachung der Gaskosten für Mieter:innen in den kommenden zehn Jahren aus. Das zeigt, wie wichtig es ist, weniger Energie zu verbrauchen. Zum Beispiel durch bessere Dämmung und Fernwärme aus erneuerbaren Quellen oder Wärmepumpen. Nur so können Mieter:innen dauerhaft vor Energiearmut geschützt werden.
Allerdings bedarf der Umstieg auch eines klaren Mieterschutzes. Die jüngst von der Bundesregierung vorgelegten Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungs-gesetz erfüllen diesen Anspruch noch nicht in Gänze. Vermieter dürfen demnach weiterhin Öl- und Gasheizungen einbauen, deren Verbräuche aber Mieter:innen zahlen müssen. Der Mieterbund ist alarmiert und hat mit dem "relativen Heizkostendeckel" einen Vorschlag gemacht, um eine Heizkostenfalle zu verhindern (siehe Meldungen).
Mit dem Thema Energiekosten beschäftigt sich auch unser Veranstaltungsabend im März. Nach unserem gut besuchten Markt der Möglichkeiten "Solidarische Nachbarschaft" im Februar, sind diesmal
die Stadtwerke Bochum eingeladen. Sie berichten über ihre Pläne für Fernwärme und was diese für Mieter:innen bedeuten. Dazu lade ich Sie herzlich ein.
Informatives Lesen wünscht Ihnen
Martin Krämer
Pressesprecher des Mietervereins Bochum, Hattingen und Umgegend